Öffnungsrate steigern

E-Mail-Marketing: Öffnungsrate steigern leicht gemacht!

Von vielen totgesagt, aber doch so lebendig: das E-Mail-Marketing. Nach wie vor gelten E-Mails im Geschäftsleben als das Kommunikationsmittel schlechthin: Täglich werden über 109 Milliarden Stück versendet. Das zeigt sich auch im digitalen Marketing: Kaum eine Marketingmaßnahme ist so kosteneffizient wie eine gut gemachte Newsletter-Kampagne. Aber was nützt eine durchdachte Kampagne, wenn die Öffnungsrate nicht stimmt?

Einen Newsletter zu versenden, kostet in der Regel zwischen 0,01 und 2 Cent. Doch viel kostbarer ist die Mailadresse an sich. Hiermit gewinnen Unternehmen einen der engsten und direktesten Kontakte zu ihrem Kunden. Denn dieser hat sich bewusst für ihr Produkt entschieden und sogar das – manchmal sehr lästige – Double-Opt-In-Verfahren auf sich genommen.

Um die Qualität Ihres Newsletters auf einem möglichst hohen Level zu halten, ist es darum wichtig, ein paar Benchmarks intensiv auszuwerten. Einer der wichtigsten KPIs: die Öffnungsrate. Sie wird unterschieden in „Unique“, schließt also Mehrfachöffner aus, und „Total“, die Gesamtanzahl der Öffnungen. Von größerer Bedeutung ist zweifellos die Unique Öffnungsrate, denn sie zeigt an, wie viele Abonnenten überhaupt an Ihrem Newsletter interessiert sind.

Öffnungsraten liegen im Schnitt bei 20 Prozent

Umso mehr Abonnenten ein Newsletter hat, umso geringer ist meist die Öffnungsrate. Dieses Phänomen kann man im Prinzip als eine Art „Streuverlust“ bezeichnen. Sie können bei Abonnentenzahlen ab 10.000 Stück einfach nicht alle Bedürfnisse befriedigen. Einer unserer erfolgreichsten Newsletter mit 35.000 Abonnenten erreicht regelmäßig Öffnungsraten über 40 Prozent. Doch leider ist das nicht die Regel: Meist muss man sich mit einer durchschnittlichen Rate um die 20 Prozent zufrieden geben. Doch es gibt ein paar Tricks, die auch Ihre Öffnungsrate steigern können!

Betreffzeilen, Frequenz und Versandzeitpunkt

Alles steht und fällt mit der Betreffzeile. Sie glauben nicht, was das ausmacht! Regelmäßig führen wir für all unsere Content-Newsletter A/B-Tests durch. Auch Sie sollten stets austesten, was Ihre Leserschaft präferiert, denn hierfür gibt es kein ultimatives Erfolgsrezept, lediglich ein paar Grundregeln.

Betreffzeilen mit einer Länge von maximal 26 Zeichen (inklusive Leerzeichen) gelten als optimal. Vor ein paar Jahren lag die Obergrenze noch bei 45 Zeichen. Dies hat sich allerdings mit Devices wie Smartphones und Tablets aufgrund der abgewandelten Darstellungsformen geändert.

 

Öffnungsrate
Betreffzeilen mit mehr als 26-30 Zeichen werden im durchschnittlich eingestellten Outlook nicht vollständig angezeigt.

 

Ebenso sollten Sie den Inhalt Ihrer Betreffzeile bedacht wählen. Viele Newsletter erzielen mit konstanten Betreffs wie „Newsletter November“ große Erfolge. Doch um Ihre Leserschaft kennenzulernen und Themengebiete bewerten zu können, sollten Sie auch themenbezogene Betreffzeilen verwenden. Mit Blick auf die Grenze von maximal 26 Zeichen, empfiehlt es sich, in der Betreffzeile einzelne Schlagwörter zu verwenden. Ein Beispiel: „Content, Analyse, Social“. Um kurzfristig hohe Öffnungsraten zu erzielen, bieten sich darüber hinaus „Gewinnspiele“ immer prima an.

Ein weiterer Aspekt ist die Frequenz Ihrer Newsletter-Versande. Hierbei muss man für seine Zielgruppe eine optimale Frequenz finden und auch das lässt sich am besten durch A/B-Tests erproben. Kommt das Mailing zu oft, erscheint der Newsletter dem Abonnenten schnell als lästig. Konsequenz daraus ist meist eine Abstumpfung hinsichtlich Ihrer Themen und eine Art Ignoranz.

Kommt Ihr Newsletter auf der anderen Seite zu selten, so kann der Abonnent keine wirkliche Bindung zu Ihrer Marke entwickeln. Er erinnert sich nahezu kaum an Ihre guten Inhalte und entwickelt kein großes Bedürfnis, den Newsletter regelmäßig zu lesen.

Die Öffnungsrate steigern

Wenn Sie eine konstant-niedrige Öffnungsrate haben, kann dies unter Umständen daran liegen, dass Ihr Newsletter als „Spam“ eingeht. Eine veränderte Absenderadresse oder ein anderer Absendername kann hier schon einiges bewirken. Eine weitere und bessere Möglichkeit ergibt sich aber aus dem Angebot an den Leser, Ihre Adresse in das E-Mail-Adressbuch aufzunehmen. Bauen Sie hierfür einfach einen Link in Ihren nächsten Newsletter ein, mit dem Ihre Adresse dann von der E-Mail-Software als „bekannt“ eingestuft wird. Sie werden sehen, Ihre Öffnungsrate wird ansteigen!

Jeder Mensch ist anders und jeder von uns hat ein anderes Lese- und eben auch Öffnungsverhalten. Öffnen Sie jeden Newsletter, wenn Sie nur mal schnell Ihre Mails in der Bahn lesen wollen? Die meisten Menschen haben eingefahrene Rituale, wann Sie einen Newsletter öffnen. Deshalb bieten viele Newsletter-Softwares einen Dienst an, der den optimalen Versandzeitpunkt für jeden einzelnen Abonnenten bestimmt. Dieser versendet Ihr Mailing nicht auf einmal an alle Abonnenten, sondern innerhalb der nächsten 24 Stunden – eben immer dann, wenn der optimale Zeitpunkt für den einzelnen Abonnenten gekommen ist.

Probieren geht über Studieren!

Doch all das sind lediglich Ansätze. Getreu dem Motto von E-Mail-Experte Jordie van Rijn: „Design like you are absolutely right, then optimize like you were wrong from the start“ müssen Sie selbst herausfinden, welche Inhalte bei Ihren Abonnenten gut ankommen und handeln. Es gibt nur ein Zauberwort – und das heißt „A/B-Test“. Einzig und allein so können Sie Ihre Kunden kennenlernen und die richtigen Maßnahmen zur Optimierung Ihrer Newsletter-Öffnungsrate ergreifen.

 

Bild: freepik.com

Lisa arbeitet als Junior-Projektmanagerin in unserem Content-Marketing-Team. Sie ist für die konzeptionelle Planung von Kampagnen und deren Auswertungen zuständig. Mit viel Herzblut schreibt Lisa in unserem Blog u.a. über Tipps und Tricks zur Datenanalyse. Folge Lisa auch auf Twitter: https://twitter.com/LisaBommersheim

Ein Kommentar: On E-Mail-Marketing: Öffnungsrate steigern leicht gemacht!

Kommentar schreiben:

Your email address will not be published.

Site Footer