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Szenewissen KW 11: Influencer Relations: So klappt die Kontaktaufnahme / Tipps für erfolgreichen Content/ Mit gutem Content zu mehr Social Signals

Jede Woche stellen wir Ihnen in unserem Szenewissen aktuelle Beiträge aus der Welt des Audience Development und Content Marketing vor.

Influencer Relations: Wie Sie Stolperfallen vermeiden

Influencer – auch Multiplikatoren, Meinungsführer, Opinion-Leader oder Einflussnehmer genannt – werden für die Unternehmenskommunikation immer wichtiger. Der Begriff meint eine jeweils spezifische Gruppe von Personen, die in der Öffentlichkeit einen bestimmten Status besitzen oder als Experten für ein Thema oder einen Bereich gelten. Influencer haben also eine gewisse autoritäre und souveräne Leitfunktion, überzeugen ihr Zielpublikum und gelten als authentisch. Bei den sogenannten Influencer Relations geht es darum, diese Meinungsführer zu identifizieren, zu kontaktieren und in die eigene Kommunikationsstrategie einzubinden. Das ist keine leichte Aufgabe – und nach wie vor machen Kommunikationsverantwortliche dabei einiges falsch: Angefangen bei unpassenden Betreffzeilen in der E-Mail zur ersten Kontaktaufnahme, über zu lange Mailtexte bis hin zum Versenden von unpersönlichen Massenmails. Wie also an das Thema Influencer Relations rangehen? Wie finde ich die für mich und mein Unternehmen relevanten Multiplikatoren? Wie nehme ich mit ihnen Kontakt auf? In seinem Beitrag bei Zielbar, einer Expertenplattform zu den Themen Kommunikation, Marketing, Public Relations und Social Media, geht Senior PR-Berater Stefan Schütz auf sieben Grundlagen für die erfolgreiche Kontaktaufnahme ein. Der Beitrag zeigt: Auch das Thema Influencer Relations sollte strategisch angegangen werden. Zuallererst braucht es also einen Plan: Was möchte ich damit erreichen, welche Ziele verfolgen? Mit welchen Themen und Fragestellungen möchte ich mein Zielpublikum überzeugen? Und wie kann ich den jeweiligen Influencer hier einbinden? Dazu muss ich natürlich auch wissen, wer meine Zielgruppen sind – und welche Bedürfnisse sie haben. Erst dann mache ich mich auf die Suche nach den passenden Influencern. Ein hilfreicher Tipp des Autors: die Influencer in einem Ranking zu bewerten, auszusieben und zu sortieren. So erhalten Unternehmen einen prägnanten Überblick, ob der jeweilige Multiplikator auch wirklich in ihre Strategie passt. Schütz gibt weitere Tipps, wie Unternehmen konkret mit Influencern in Kontakt treten, manchmal ist beispielsweise das persönliche Gespräch auf einer Veranstaltung erfolgsversprechender als eine Mail. Er zeigt: Im Umgang mit Influencern brauchen Unternehmen vor allem viel Fingerspitzengefühl, Empathie – und sollten auf den persönlichen, langfristigen Kontakt setzen. Und oft lohnt es sich, nicht nur auf die „Reichweite“ des jeweiligen Meinungsführers zu schauen, sondern darauf, ob ich über ihn auch wirklich mein Zielpublikum erreiche.

Erfolgreicher Content: so geht’s

Im Sekundentakt entsteht neuer Content und wird über das Internet verteilt: kurze oder lange Texte, Tweets, Facebook-Posts, Bilder, Videos usw. Gegen diese Informationsflut anzukommen und sich mit eigenen Inhalten durchzusetzen, sie ans Zielpublikum zu bringen, ist eine echte Herausforderung. Im aktuellen Beitrag auf ihrem Blog PR Doktor gibt Kommunikationsberaterin und Text-Spezialistin Kerstin Hoffmann konkrete Hilfestellungen, wie das gelingen kann. Dabei listet sie sieben Fragen auf, die Content Marketer sich stellen sollten, bevor sie Inhalte produzieren. Ein einfacher, doch sehr wirkungsvoller Hinweis: Beim Erstellen des jeweiligen Inhalts – egal, ob es um einen Facebook-Post, Artikel, eine Infografik oder ein Bild geht – immer eine konkrete Person (also eine sogenannte Persona) vor Augen haben. Diese sollte natürlich zur Kern-Zielgruppe, also zur Audience, gehören. Denn so stelle ich sicher, nur Inhalte zu verfassen, die mein Zielpublikum interessieren – und erreichen. Im Hinterkopf sollte ich deshalb auch immer den Nutzen meiner Contents behalten: Was interessiert meine Personas? Und wie können meine Inhalte dabei helfen, ihre Probleme und Herausforderungen zu lösen? Es gilt also, den Blick immer auf den Nutzer, die Audience zu richten. Hoffmann macht auch deutlich: Content Marketer sollten die strategischen Ziele bei der Erstellung der Inhalte immer berücksichtigen. Das heißt, ich sollte mir von Anfang an Gedanken machen, wie jedes Contentstück in meine „Geschichte“ passt, welche Rolle es für meine Strategie spielt. Fazit: Hoffmanns Fragen eignen sich hervorragend als Leitfaden für Content Marketing-Verantwortliche, um Inhalte zu erstellen, die einen Mehrwert bieten. Es gilt, das Ziel der Gesamtstrategie immer im Auge zu behalten – um so das Zielpublikum zu erreichen und langfristig auf die Unternehmensziele einzuzahlen.

Wie Sie mit gutem Content mehr Social Signals erreichen

Content Marketing lebt von guten, hochwertigen Inhalten. Aber wie der Name schon sagt: ohne zielgerichtete Vermarktung und Verbreitung dieser Inhalte geht nichts. Welche Rolle sogenannte Social Signals dabei spielen, erklärt der aktuelle Beitrag von André Goldmann, Chief Operating Officer bei 121WATT, einer Agentur für Online Marketing. Unter Social Signals versteht man Likes, Shares oder Kommentare auf Plattformen wie Facebook oder Twitter. Auch wenn Social Signals laut Goldmann (bisher) noch keinen Einfluss auf das Ranking haben, sind sie jedoch entscheidend für die Verbreitung von Inhalten im Web. Denn wird ein Artikel von Person X und Y geteilt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Person Z diesen anschaut – und dann vielleicht selbst teilt. Das Ergebnis: Meine Inhalte verbreiten sich und erreichen ein immer größeres Publikum. In seinem Beitrag weist Goldmann darauf hin, wie Content Marketer ihre Inhalte so optimieren, dass sie sich besser im Netz verbreiten – und mehr Social Signals erhalten. Dazu gehören beispielsweise überzeugende Headlines, die zum Lesen von Artikeln motivieren. Auch längere Texte, gespickt mit unterschiedlichen Content-Formaten wie Bildern, Infografiken oder Videos können dazu beitragen, dass sich Inhalte verbreiten. Ein regelmäßiger Blick auf die Meta-Tags lohnt sich, um auf Probleme mit der Click-Through-Rate rechtzeitig reagieren zu können. Und auch an welcher Stelle auf dem Blog sich Share-Buttons befinden, kann beeinflussen, wie oft ein Artikel geteilt wird. Social Media leben von Regelmäßigkeit, vom Ausprobieren unterschiedlicher Formate und Posting-Zeiten. Deshalb ist Goldmanns Beispiel aus der Praxis am Ende seines Beitrags besonders hilfreich: Hier zeigt er, was er konkret getan hat, um die Sichtbarkeit seiner Inhalte zu erhöhen. Beispielsweise verteilte er denselben Content zusammen mit unterschiedlichen Call-to-Actions über mehrere Kanäle. Goldmanns Fazit spricht für sich: Letztendlich zählt beim Content Marketing der Nutzer, nicht das Google-Ranking. Über Social Signals zeigt er anderen Nutzern: „Hier ist einer, den ich empfehlen kann.“

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Foto: Kevin Curtis

 

Caroline bringt ihre Erfahrungen aus PR, Marketing und Redaktion als Audience Development Managerin in unser Team ein. Im Blog schreibt sie über Audience Development im Allgemeinen sowie über aktuelle Trends aus Social Media und Content Marketing.

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